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Minnesang.com Dr. Lothar Jahn Guderoder Weg 6 34369 Hofgeismar 05671-925355 E-mail an Minnesang.com KANDIDATINNEN UND KANDIDATEN 2025: Ursel Peters Christine Zienc-Tomczak ![]() Knud Seckel ![]() Thomas Schallaböck Robert Schuchardt Frank Wunderlich Wilfried Staufenbiel EHRENGÄSTE 2026 ![]() Rie Kosaka ![]() Olaf Casalich PREISTRÄGER DES FALKENSTEINER MINNETURNIERS >
Beim Minneturnier 2025 "Nach der sehenden Klage will ich singen" ging
der Hauptpreis an Rie Kosaka (Tokio), der Publikumspreis an Sebastian
Sack (Greifswald).> Beim Min >
Beim Minneturnier 2017 "Frauenminne, Mädchenlieder, Weibsgesang" gingen beide Preise an Korydwenn (Foto links). >
Beim Minneturnier 2015 "Tannhäuser oder KEIN Sängerkrieg auf
der Wartburg" ging der Hauptpreis an den 2017 verstorbenen Hans Hegner (Foto links), der Publikumspreis an Manfred Hartl.> Beim Falkensteiner Minneturnier 2010, "Tribut an Ougenweide", gingen alle drei Preise an "Die Irrlichter". > Beim Falkensteiner Minneturnier 2009, "Spruchgesang und Sachsenspiegel", ging der Hauptpreis an Davide Di Giannantonio, die Publikumspreise gingen an Hans Hegner, Olaf Casalich und Davide Di Giannantonio. Knud Seckel gewanna auch beide Preise beim Minneturnier 2022. SPIELLEUTE UND CHOR ![]() MUSIKTHEATER DINGO MIT GÄSTEN DIE MODERATOREN: MEISTER FRAUENLOB, dargestellt durch Peter Will ![]() HENKER STEMPFEL, dargestellt durch Bernd Bonnet - Besonderer Dank gilt dem Burgherrn Joachim Schymalla für die kontinuierliche Unterstützung von Anfang an! |
![]() Seit zwei Jahrzehnten gibt es nun schon das Falkensteiner Minneturnier: Mit einem "Freudenfest der Hohen Minne" wird dieses Ereignis gebührend gefeiert. 2006 waren das erste Mal sieben Sänger im Wettstreit der edlen Stimmen aufgetreten, man beging das 800. Jubiläum des legendären Sängerkriegs auf der Wartburg. Damals ahnte niemand, dass Jahr für Jahr erneut dieser mittelalterliche Gesangswettbewerb stattfinden würde - nach einem Ausflug zur Konradsburg aufgrund von Renovierungsarbeiten diesmal nun auch wieder direkt auf Burg Falkenstein. Das Fest wird mit großer Beteiligung begangen: Sieben Kandidatinnen und Kandidaten und zwei Ehrengäste, alle Preisträger aus zwei Jahrzehnten Minneturnier. Doch damit nicht genug: Zusätzlich gibt es einen Duo-Wettbewerb und ein Abschiedskonzert des Musiktheaters Dingo, das zum letzten Mal das Turnier ausrichten wird. Das ganze wird eine Art "Best of Falkenstein" werden, bei dem die Höhepunkte glorreicher Tage erneut aufleben - mit Liedern von Walther von der Vogelweide, Neidhart von Reuental, Gottfried von Straßburg und vielen anderen. Durchs Programm führen Meister Frauenlob und Henker Stempfel, ein Auftritt der Harzhexen wird auch wieder zu erleben sein. DIE AKTEURE 2026: CHRISTINE ZIENC-TOMCZAK Christine Zienc-Tomczak ist studierte JRP-Sängerin, Musikerin und Dozentin für Stimm- und Präsentationscoaching. Mit einem beeindruckenden Stimmumfang und einer erfrischenden Stimmflexibilität singt Christine leidenschaftlich, mitreißend und absolut stilsicher die Klassiker des Jazz,Rock&Pop, Folk, Blues bis hin zu klassischen Arien. Seit 2010 - anlässlich des Tributs zu Ehren der Band Ougenweide - nimmt Christine regelmäßig am Falkensteiner Minneturnier teil, gewann 2014 den Duettpreis zusammen mit Thomas Schallaböck aus Österreich und erhielt 2023 mit ihrer Darbietung der rachsüchtigen Kriemhild aus der Nibelungen-Saga den Publikums- wie auch den Jurypreis. URSEL PETERS Die Berliner Sängerin Ursel Peters ist durch die Folk-Gruppen "Fundevogel" und "Chablis" bekannt. Sie war beim Minneturnier immer wieder sowohl im Spielleute-Ensemble als auch als Kandidatin dabei. Sie gewann 2019 das Minneturnier mit dem Wizlawlied "Nach der sêndenden claghe muoz ich singen". Sie begleitet sich auf der Cister trägt ihre Lieder oft zusammen mit Rezitationen der neuhochdeutschen Übersetzungen ihres 2017 verstorbenen Ehemanns und Duo-Partners Hans Hegner vor, der dem Falkensteiner Minneturnier eng verbunden war. Ursel Peters gewann das Minneturnier 2019. FRANK WUNDERLICH Frank Wunderlich aus Lützelbach im Odenwald kam durch die geistliche Musik zum Minne- und Spruchgesang. Er sang schon beim ersten Minnesängerwettstreit auf der Burg Falkenstein in der Oberpfalz mit, den er souverän gewann. Er ist über die Jahre immer wieder Gast beim Falkensteiner Minneturnier gewesen, 2007 erhielt er den Hauptpreis bei der Veranstaltung mit Liedern Walthers von der Vogelweide. Man kennt ihn auch als Autor von Liederbüchern, u.a. des Sängers "von Obernburg" und der "Minnesängerin Gottes" Mechthild von Magdeburg. THOMAS SCHALLABÖCK Das Urgestein der Österreicher Minneszene ist Stammgast auf dem Falkenstein. "Falkenstein ist bei mir schon ein fester Termin wie Weihnachten und Ostern," sagt der Salzburger Sänger, Multi-Instrumentalist und Komponist, der einst beim erfolgreichen Ensemble Dulamans Vröudenton mitwirkte und nun Harmonia Variabilis leitet. Er wurde 2011 Sieger des Minneturniers. s ROBERT SCHUCHARDT Robert Schuchardt hat sich seit vielen Jahren der mittelalterlichen Musik und der historischen Aufführungspraxis verschrieben. Er ist dabei als Musiker in den Ensembles Nimmersêlich und Spellbound zu erleben, aber auch solistisch konnte er schon als Sänger begeistern. Seine Liebe zu historischen Saiteninstrumenten wie Drehleier, Quinterne und Laute sind seit seiner Jugend ungebrochen. Dabei vertiefte er sein Wissen durch Unterricht bei bekannten Musikern der Szene und besuchte eine mehrjährige Fortbildung zur Musik des Mittelalters. Er errang 2016 beide Preise des Minneturniers. KNUD SECKEL Seit 1986 beschäftigt sich Knud Seckel intensiv mit der Musik des Hochmittelalters. Sein Studium der Musikwissenschaft ergänzt er mit Mediävistik und den historischen Sprachen Südwesteuropas, was zu längeren Aufenthalten in Frankreich und Spanien führt. Seit 2002 Ensembleleiter von "minnesangs fruehling" und Solist mit Drehleier, Harfe und Einhandflöte. Mehrfacher Sieger des Falkensteiner Minneturnieres. WILFRIED STAUFENBIEL Wilfried Staufenbiel war lange Mitglied des Rundfunkchores Berlin. Er studierte Violoncello in Leipzig und Gesang bei Gerhard Eisenmann in Berlin. Seit vielen Jahren beschäftigte er sich mit dem Minnesang, als Solist oder gemeinsam mit dem Ensemble Collage. Auch bei diversen Minneturnieren war er zu erleben. In seinem Heimatort Schönow betreibt er die „Galerie im Hühnerstall“. Er bekam 2008 den Publikumspreis beim Minneturnier. DUETTE Im zweiten Teil des Programms werden alle Akteure jeweils Duette zwischen Ritter und Dame darbieten. Damit das jeweils aufgeht singen dabei auch noch folgende Interpretinnen mit: Kathrin Kläber vom Ensemble "Nimmersêlich" sowie Claudia Heidl und Dagmar Jahn vom "Musiktheater Dingo". EHRENGÄSTE: RIE KOSAKA (Vorjahressiegerin) Rie Kosaka ist eine in Tokio lebende Sängerin und Harfenistin. Nach ihrem Studium der Alten Gesangsmusik am Trinity College of Music in London, England, schloss sie ein Masterstudium in Alter Harfe an der Guildhall School of Music and Drama ab. Derzeit leitet sie die Abteilung für mittelalterliche und Renaissance-Musik „TrouBour“ in Japan und ist als Solo- und Ensemblekünstlerin aktiv. Sie leitet auch ein mittelalterliches Harfenensemble und mittelalterliche Harfen-Workshops, um die mittelalterliche Harfe bekannter zu machen. OLAF CASALICH (Sänger von OUGENWEIDE) Olaf Casalich wurde in den Siebziger Jahren als Sänger der Folkrockband Ougenweide bekannt. Er gewann das Minneturnier 2013 und war oft als Interpret auf Burg Falkenstein dabei. DIE SPIELLEUTE Der Multiinstrumentalisten Claudia Heidl (Marburg), Dagmar Jahn (Hofgeismar) und Peter Immanuel Krafft (Salzburg), der Fidel-Spieler Martin Uhlig von der Gruppe Nimmerselich (Leipzig) sowie Jan-Marcus Lapp (Marburg) an der Drehleier und Dr. Lothar Jahn (maurische Laute, Cister) als musikalischer Leiter begleiten die Sänger. SZENISCHES SPIEL Das Musiktheater Dingo wird wieder ein szenisches Spiel zum Minnefest beisteuern. Durch den Abend führen wie immer beim Minneturnier Meister Frauenlob (Peter Will) und Henker Stempfel (Bend Bonnet). Auch die Harz-Hexen haben eine Gastauftritt (Katharina grote Lambers, Silva Klages, Gerda Weinreich). BEGLEITPROGRAMM Samstag 27.6., 17 Uhr "20 Jahre Falkensteiner Minneturnier" - Erinnerungen von Dr. Lothar Jahn mit Videos, Fotos und Erinnerungen, Königssaal Burg Falkdnstein. Sonntag 28.6., 11 Uhr "Europäische Musik des Hohen Mittelalters aus japanischer Perspektive", Konradsburg Ermsleben, Burgkapelle: Gesprächskonzert mit der Vorjahressiegerin Rie Kosaka. TICKETKOSTEN Tickets können schon jetzt bestellt werden unter dingo at minnesang dot com zum Preis von 25 Euro (nur Turnier) bzw. 30 Euro (plus Begleitprogramm). Hinzu kommt pro Bestellung eine einmalige Bearbeitungsgebühr von 3 Euro. Ab Mai gibt es die Tickets auch bei den örtlichen Touristinfos und auf Burg Falkenstein. >>> DIREKTKONTAKT ZUM KÜNSTLERISCHEN LEITER: Dr. Lothar Jahn, 0178-8156697 ==================================================== Achtung: Auch im nächsten Jahr finanziert sich das Turnier hauptsächlich durch Spendengelder und Sponsoren. Jede Unterstützung ist willkommen! Spenden unter Stichwort "Minneturnier" auf das Konto von Dingo Musik und Theater e.V., IBAN DE34 5205 0353 1100 0013 48, BIC: HELADEF1KAS. (hinter dem F ist eine "eins", kein "i"). Spenden sind auf Grund der Gemeinnützigkeit des Vereins steuerlich absetzbar. |
Tickets können schon jetzt bestellt werden unter dingo at minnesang dot com
oder per Telefon unter 05671-925355 zum Preis von 25 Euro (nur Turnier) bzw. 30 Euro (plus
Begleitprogramm). Hinzu kommt pro Bestellung eine einmalige
Bearbeitungsgebühr von 3 Euro. Ab Mai gibt es die Tickets auch bei den
örtlichen Touristinfos und auf Burg Falkenstein. UNTERSTÜTZER: die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt verfügt über einen außergewöhnlich reichen und vielfältigen Bestand an Baudenkmälern aus seiner kulturellen Vergangenheit. Dome, Klöster, Burgen und Schlösser stehen als Zeugnisse der verschiedenen baugeschichtlichen Epochen. 18 Bauten zu pflegen und zu erhalten ist unter anderem die Aufgabe der Stiftung. In den ersten Jahren war die „Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt“, wie sie damals noch hieß, Veranstalter. Seit 2013 liegt das Minneturnier organisatorisch in den Händen des Vereins Dingo Musik und Theater e.V. (Hofgeismar) und finanziert sich durch Spenden und die Einnahmen aus dem Kartenverkauf. Seit 2016 fördert die Stiftung im Rahmen ihrer Möglichkeiten das Minneturnier erneut. Vielen Dank! Weitere Unterstützer sind die Aschersleber Kulturanstalt, "Das Selketal" und die Stadt Quedlinburg. VIDEOS VOM FALKENSTEINER MINNETURNIER ![]() Siegertitel 2025: Rie Kosaka "Der Unghelarte" ![]() Publkumssieger 2025: Sebastian Sack "Der walt" >>Rückblick der Siegerin 2023 aufs Turnier ![]() >>IM BANN DER ALTEN EPEN Querschnitt mit allen Akteuren 2023 ![]() >>QUERSCHNITT Falkenstein 2022 ![]() >>NACH DER SÊNENDEN CLAGHE Ursel Peters singt das Lied von Wizlaw von Rügen beim Minneturnier 2019. ![]() >>WÊ DIR AREMUOTE Holger Schäfer singt Sangsprüche des Spervogels beim Minneturnier 2019. ![]() >> LERCHENLIED Gemeinschaftsstück der Sängerinnen und Sänger 2018 ![]() >> FALKENLIED. Gemeinschaftsstück der Sängerinnen 2017 QUERSCHNITT 2016 "Der Sang der alten Mauern", Teil 1" QUERSCHNITT 2016 "Der Sang der alten Mauern", Teil 2 ![]() QUERSCHNITT 2015 "Tannhäuser oder KEIN Sängerkrieg auf der Wartburg" Höhepunkte ![]() MINNEWUND Solistenpreis 2014 Holger Schäfer (Text: Ulrich von Liechtenstein, Musik: Lothar Jahn) ![]() UNDER DER LINDEN 2013: Finale aller Akteure ![]() 2010: Finale mit den "Merseburger Zaubersprüchen" ![]() 2012: Siegerpaar Tristan und Isolde ![]() "Meie dîn liehter schîn" Eröffnung Falkensteiner Minneturnier 2010 mit fast 50 Mitwirkenden ![]() 2010: "Dy Minne" mit Ehrengast Minne Graw DIE DVD ZUM MINNETURNIER Mehr Infos hier. DVD bestellen für 15 Euro plus 3 Euro Versand. CD-PRODUKTIONEN Im Zusammenhang mit dem Minneturnier entstanden zwei spannende CD-Produktionen: Spruchgesang und Sachsenspiegel 01 Vorrede (Sachsenspiegel) 02 Holger Schäfer: Wê dir, aremuote! (Spervogel) 03 Ensemble Lucidarium: Schlange Aspis (Konrad von Würzburg) 04 Triskilian: Do durch der werlde (Der wilde Alexander) 05 Musiktheater Dingo: Der kuninc Rodolp (Der Unverzagte) 06 Die Ungelichen: Fas et nefas (Carmina Burana) 07 Christoph Mächler: Sündege lust (Der Meißner) 08 Hans Hegner: Ich hôrt ein wazzer(Walther von der Vogelweide) 09 Ensemble Unicorn: Verschamter munt (Friedrich von Sonnenburg) 10 Ougenweide: Gerhard Atze (Walther von der Vogelweide) 11 Elster Silberflug: Mammon (Carmina Burana) 12 Frank Wunderlich: Von zwein ungelîchen wegen (Mechthild von Magdeburg) 13 Ensemble Lucidarium: Winder (Konrad von Würzburg) 14 Marcus van Langen: Weh dir, Welt! (Walther von der Vogelweide) 15 Nachrede (Sachsenspiegel) 16 Dagmar Jahn: Geh deinen Weg (Wizlaw von Rügen) > Bestellen für 15 € plus 3 € Versand. > Informationen und Liedtexte hier. Falken, Lerchen, Nachtigallen 01 Der Weckruf (Wizlaw von Rügen)- Musiktheater Dingo 02 Falkenlied (Der Kürenberger) - Hans Hegner 03 Under der linden (Walther von der Vogelweide) - Michael Hoffkamp 04 Das Lied von der Schwalbe (Heinrich von Morungen) - Holger Schäfer 05 Der meie ist komen gar wunneclich (Reinmar von Brennenberg) - Frank Wunderlich 06 Wê warumbe (Ulrich von Liechtenstein) - Thomas Schallaböck 07 Fröut iuch der vil lieben zît (Otto zum Turn) - Christoph Mächler 08 Sinc an, guldin huon (Neidhart) - Wünnespil 09 Der eitle Gockel (Neidhart) - Gisbert Ostermann 10 Der Fuchs und der Rabe (Der Kanzler) - Olaf Casalich 11 Falkenlied-Parodie (Mönch von Salzburg) - Dulamans Vröudenton 12 Der Vogel Krappaney (Hermann Dahmen) - Vinkoop 13 Lerchenlied (Bernart de Ventadorn) - Knud Seckel 14 Der vogele schal (Walther von der Vogelweide) - Jochen Faulhammer 15 Winterklage (Reinmar von Hagenau) - Wilfried Staufenbiel 16 Under den Linden (Walther von der Vogelweide/Carmina Burana) - Marcus van Langen 17 Falkentraum (aus dem Nibelungenlied) - Meister Frauenlob 18 Lerchenlied (Ausklang) (Bernart de Ventadorn) - Dagmar Jahn ZUR ZEIT LEIDER VERGRIFFEN > Vormerken für 15 € plus 3 € Versand, falls eine neue Auflage erscheint. > Informationen und Liedtexte hier. |
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Erinnerungen ans Falkensteiner Minneturnier 2006 - 2025 Hier ein Blick in die Geschichte des Events: 2006 Eigentlich machte nur der alljährlich von Burg zu Burg ziehende "Minnesänger-Wettstreit" Station auf der Burg Falkenstein im Harz. Doch die erfolgreiche Veranstaltung wurde zum Startschuss für eine eigene Reihe: Das Falkensteiner Minneturnier war geboren! Thema der Debütveranstaltung war 2006 - wie sollte es anders sein - die Erinnerung an den legendären Sängerkrieg auf der Wartburg. Die Sänger schlüpften im ersten Teil des Programms in die Rollen der bekannten Akteure des Wartburg-Krieges. Im zweiten Teil durfte jeder nach eigenem Geschmack ein Lied des Hohen Sangs ergänzen. Am Ende siegte Jochen Faulhammer aus Gudensberg, der Klingsor von Ungarlands Elisabeth-Prophezeiung dargeboten hatte, dazu eine Selbstpreisung des Sängers Frauenlob. Der Publikumspreis ging an Michael Hoffkamp. Peter Will leitete als Frauenlob die Veranstaltung, erstmalig war Bernd Bonnet als Henker Stempfel bei einem Sängerstreit sein Gegenpart. Diese Konstellation sollte noch viele Sänger-Wettstreite prägen. 2007 Beim 2. Falkensteiner Minneturnier am 11.8.2007 siegte Frank Wunderlich aus Lützelbach. Er zeigte den streitbaren Walther von der Vogelweide, der seine Abrechnung mit "Frau Welt" und dem "Herrn Papst" macht. Der Theologe aus dem Odenwald tat das mit sichtlichem Spaß und großen Einfühlungsvermögen in die Zeit. Der Publikumspreis ging an den jüngsten Teilnehmer: Malte Lange alias "Mino, der Barde" aus Kassel, gerade 18 Jahre geworden, durfte ihn unter großem Jubel des Publikums entgegennehmen. Sein jugendlicher Charme kam an. Weitere fünf Sänger aus ganz Deutschland hatten sich Hoffnung auf einen Preis gemacht, sie alle sangen Lieder des bekanntesten Deutschen Minnesängers Walther von der Vogelweide. Aufgrund der schlechten Wetterlage musste die Veranstaltung nach drinnen in den Königssaal der Burg verlegt werden, so dass nur diejenigen, die Karten vorbestellt hatten, zum Zuge kamen und mancher Interessierte am Burgtor abgewiesen wurde. 2008 Motto der Veranstaltung war "Ich zog mir einen Falken", nach dem bekannten Lied des Kürenbergers. Im voll besetzten Burghof erfreuten sich die Zuhörer in der lauen Sommerluft an den mal unendlich traurigen, dann wieder urkomischen Liedern über Falken, Lerchen und Nachtigallen. Man konnte hören, wie die Minnesänger mit viel Fantasie ihre eigene Befindlichkeit auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Leben der Vögel in Bezug setzten. Am Schluss gab es zwei Sieger: Die Burgherrin kürte Knud Seckel aus Alsbach zu ihrem Favoriten, das Publikum wählte Wilfried Staufenbiel. Außerdem verkündete der Burgherr feierlich: Das Minne-Turnier ist zu einer festen Größe im Programm der Burg geworden. 2009 Im Juli 2009 fand das 4. Turnier statt. Im Zusammenhang mit dem Jubiläum der 800. Ersterwähnung Eikes von Repgow stand das vierte Minneturnier auf dem Falkenstein im Zeichen des Sachsenspiegels und der mittelalterlichen Spruchdichtung. Dabei trat Eike von Repgow persönlich aus seiner Gruft heraus - eindrucksvoll dargestellt durch Alexander Kreit. So wurde eine Zeit lebendig, in der es wichtig war, die oft verschwimmenden Grenzen zwischen Recht und Unrecht zu markieren. Das taten beide auf ihre Art: Die Dichter des Spruchgesangs wie Spervogel, Walther von der Vogelweide oder Der Unverzagte mit ihren belehrend-moralischen Liedern, Eike von Repgow und sein Unterstützer Hoyer von Falkenstein mit dem Niederschreiben des Rechtes im "Sachsenspiegel". Hauptsieger wurde Davide di Giannantonio aus Italien. Den Publikumspreis teilte sich der Italiener mit Hans Hegner und Olaf Casalich. 2010 Das fünfte Falkensteiner Minneturnier war etwas ganz besonderes: 40 Jahre Ougenweide wurden mit einer Tribut-Veranstaltung gefeiert, die Pioniere des Minne-Rocks waren selber vor Ort, als viele Interpreten der heutigen Mittelalterszene ihre Klassiker darboten. Die Veranstaltung endete mit einem Triumph: Alle drei Preise gingen an Die Irrlichter aus Köln, die ihren Ruf als erfolgreichstes Frauenensemble der deutschen Mittelalter-Szene damit einmal mehr unterstreichen konnten. Dabei gab es dann für die ebenso attraktiven wie musikalisch versierten Damen den heiß ersehnten Kuss vom "Herre Olaf", dem Ougenweide-Sänger Olaf Casalich. Neun Kandidaten standen im Wettbewerb und alle gaben ihr Bestes: Knud Seckel sang das Frühlingslied "Totus floreo" mit Emphase zu einer rhythmisch pointierten Begleitung. Marcus van Langen verausgabte sich beim "Rivalen" mit Schalmei als eifersüchtiger Liebhaber zum Humpa-Klängen. Der Multiinstrumentalist Skandor inszenierte die Fabel vom "Fuchs und Raben" in ungewöhnlicher Instrumentation mit Bandura, Cister und Basskrummhorn. Das Duo Vrouwenheide musste wegen krankheitsbedingten Ausfalls solistisch agieren, die Austreibung eines Wurmes mit sakralen Gesängen und Gebeten zum "Pferdesegen" gelang Frank Wunderlich trotzdem gut. Holger Schäfer interpretierte "Der Blinde und der Lahme" zur Harfe im als Flower-Power-Folk. Doch die Irrlichter mit ihrer Fassung von "Wann si dahs" überzeugten am meisten. 2011 Der Österreicher Thomas Schallaböck, seit drei Jahrzehnten ein Urgestein der Mittelalter-Musikszene im Alpenland, gewann den Hauptpreis beim 6. Falkensteiner Minneturnier. Den Publikumspreis errang Knud Seckel aus Alsbach. Sieben Sänger aus Deutschland und Österreich waren vom Veranstalter auf die Burg Falkenstein im Harz geladen worden, um sich im Wettstreit der Stimmen zu messen. Thema war in diesem Jahr "Sängers Lust, Sängers Leid" - mittelalterliche Lieder zum schwierigen Leben der fahrenden Sänger waren gefragt. Neben den beiden Preisträgern waren beim Wettbewerb zu hören: Marcus van Langen, Jochen Faulhammer, Frank Wunderlich, Hans Hegner und Jürgen Narbutt. Als Ehrengast sorgte Olaf Casalich von Ougenweide für Hochstimmung. Burgherr Joachim Schymalla lobte das hohe Niveau der Beiträge aller Sänger. >> Diashow Falkensteiner Minneturnier 2011. 2012 Beim siebten Minneturnier ging es um „Traumpaare des Mittelalters“: Um den Preis stritten Siegfried und Kriemhild (Gisbert Ostermann, Gerda Weinreich), Abaelard und Héloise (Frank Wunderlich, Claudia Heidl), Elisabeth und Ludwig von Thüringen (Eva Wachter, Sebastian Stüer), Eleonore von Aquitanien und der englische König Henry II. (Susanne Zindel, Wilfried Staufenbiel) sowei Tristan und Isolde (Hans Hegner, Dagmar Jahn). Letztere überzeugten mit Ihrer ebenso tragischen wie atemberaubenden Amour fou das Publikum schauspielerisch und gesanglich am meisten. Insgesamt war das Minneturnier eine überzeugende Ensembleleistung, an der auch die ganz unterschiedlichen Erzähler ihren Anteil hatten: Ursel Peters in bester Bardentradition, Knud Seckel als mittelalterlicher Epiker, Frank Limbach als sonor erzählender Mönch Dietrich von Apolda und Reinhold Schmidt als Oratorien-Tenor in Evangelisten-Manier. Am Ende des Abends huldigten alle Paare und Akteure gemeinsam mit der Ougenweide-Vertonung des Mechthild-von-Magdeburg-Textes "Dy Minne" der Zauberkraft der Liebe, live übertragen vom MDR Fernsehen. Da war der ganze Burghof voller Sang und Klang. 2013 Beim achten Minneturnier war alles anders: Sein oder Nichtsein war die Frage. Die Stiftung trat nicht mehr als Veranstalter auf und hatte vorerst keine Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung. Man wählte das Motto "Bleiben oder Scheiden - Lieder von Abschied und Wiederkehr". Die Veranstaltung wurde durch Spenden und Sponsoren finanziert, alle Akteure traten ohne Gage auf. Im Wettbewerb sangen Holger Schäfer, Claudia Heidl, Knud Seckel, Ursel Peters, Frank Wunderlich, Thomas Schallaböck und Olaf Casalich. Ehrengäste waren das Vorjahres-"Traumpaar" Dagmar Jahn und Hans Hegner. Nachdem Frauenlob und Stempfel am Anfang vermuteten, es würden überhaupt keine Sänger auftreten, trudelten die Meister so nach und nach ein und machten das ganze schließlich zu einem rauschenden Abschiedsfest, bei dem auch manche Träne verdrückt wurde - spätestens bei der vorher schon so oft gesungenen Hymne "Alles geht dahin, große Lust und große Leiden...." Sieger wurde Ougenweide-Veteran Olaf Casalich, auf Platz 2 kam Knud Seckel, Platz 3 ging an Holger Schäfer. 2014 Dank Crowdfunding und Unterstützung von mehr als 30 privaten Spendern und Firmensponsoren - angeregt durch Olaf Friedersdorf aus Ziepel, der laut eigener Aussage beim Sängerstreit auf der Burg Falkenstein „einige der schönsten Stunden seines Lebens“ zubrachte - fand 2014 das 9. Minneturnier unter dem Motto "Wünsche werden wahr" statt. Als Solist gewann Holger Schäfer aus Adelebsen den Preis, der ihm in seiner Sammlung von Auszeichnungen noch fehlte. Er beeindruckte vor allem mit einem zärtlich-erotischen Lied aus der Feder des Steiermarker Tausendsassas Ulrich von Liechtenstein. Als Duo wurden Thomas Schallaböck (Salzburg) und Christine Zienc (Hannover) ausgezeichnet, sie widmeten sich mit Hingabe einem Tagelied des Heinrich von Morungen: Der schmerzvolle Abschied des Ritters von seiner Dame war deutlich spürbar. Einer fehlte, der sonst immer den Ton angab: Lothar Jahn, der künstlerische Leiter, hatte sich das Bein gebrochen. Meister Frauenlob, sonst immer ganz der böse Criticus, überraschte das Publikum mit einer Joe-Cocker-Adaption. Und auch die Harzhexen stimmten ein Lied an. 2015 Das 10. Falkensteiner Minneturnier ging am 12./13. September 2015 über die Bühne. Aufgrund des Vereinsjubiläums des Förderkreis Konradsburg fand die Hauptveranstaltung am Samstagabend ausnahmsweise auf der nahe gelegenen, ebenfalls zu Falkenstein gehörigen Konradsburg statt. Es ging um den Minnesänger Tannhäuser, der als Zuspätgeborener keine Chance mehr hatte, am legendären Sängerkrieg auf der Wartburg teilzunehmen. Zum Glück fand er an diesem Abend einen anderen Sängerkrieg. Und was für einen: Alles stand im Zeichen SEINER Lieder! Sieger wurden Hans Hegner (Berlin, Hauptpreis) und Manfred Hartl (Österreich, Publikumspreis). Im Wettbewerb standen außerdem Frank Wunderlich, Nairolf Liederbolt und Olaf Casalich. Sie alle sangen bei allerbestem Wetter Lieder vom Tannhäuser. Das Musiktheater Dingo mit Meister Frauenlob und Henker Stempfel, dem Minneschüler Konradin sowie Hexen und Spielleuten sorgte für beste Unterhaltungr. Als Ehrengast war die Vorjahressiegerin Christine Zienc zu erleben, der Tannhäuser selbst wurde von Holger Schäfer verkörpert. 2016 2016 war das Turnier wieder auf dem Falkenstein und wurde von der Stiftung "Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt" unterstützt. Thema war "Der Sang der alten Mauern – Burgen und Klöster, Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt". Doppelsieger war Robert Schuchardt, er erhielt den Preis der Burgherrin und des Publikums. Olaf Casalich, Knud Seckel, Thomas Schallaböck, Frank Wunderlich und Robert Schuchardt stellten auf unterschiedlichste Weise die Bauwerke und ihre Geschichte vor. Von der Theaterszene mit dem gestrengen Frauenhasser Thomas von Aquin (Schallaböck) bis hin zum lustigen Vers-Epos (Schuchardt), vom historisch versierten Vortrag (Wunderlich) bis hin zur scherzhaft-skurrilen Übertreibung (Casalich). Knud Seckel bezog sogar eine Sängerin aus dem Spielleute-Ensemble ins gefühlvolle Tagelied zu Ehren der Neuenburg mit ein (Dagmar Jahn). Umrahmt wurde das Ganze durch ein Schauspiel aus der Romantik: Ludwig von der Asseburg übernimmt vor 200 Jahren die Burg Falkenstein, damals ein heruntergekommes Gemäuer, umrankt von Gestrüpp. Er hat zunächst keine Freude an dem neuen Anwesen, doch Joseph von Eichendorff (Holger Schäfer) öffnet ihm mit Gedichten und Liedern den Blick für die Schönheit der Burg und ihrer Geschichte. 2017 Das 12. Falkensteiner Minneturnier fand am 1.7.2017 auf der Konradsburg statt. Erstmals waren nur Frauen im Wettbewerb angetreten: Das Motto lautete "Frauenminne, Mädchenlieder, Weibsgesang". Fünf Kandidatinnen waren dabei: Christine Zienc (Hannover), Klara vom Querenberg (Erfurt), Noemi La Terra (Dresden), Karina Benalcázar (Salzburg) und Korydwenn (Wolfhagen). Siegerin wurde Korydwenn aus Wolfhagen - sie erhielt sowohl den Preis der Jury als auch den Publikumspreis. Im Rahmenprogramm gab es eine Lesung aus dem "Frauenbuch" des Ulrich von Liechtenstein über mittelalterlichen Geschlechterkrieg mit Claudia Heidl und Holger Schäfer am Samstag. Am Sonntagmorgen um 11 Uhr folgte das Konzert "Es stunt ein frouwe alleine - Der weibliche Blick auf die Minne" mit Musiktheater Dingo. Im Anschluss gab es eine hoch interessante Abschlussdiskussion mit den Musiker/innen und Sänger/innen. Die Leitung hatte Prof. Dr. Angelica Rieger (Universität Aachen), die eine gute Einführung in die Geschichte der Trobairitz beisteuerte. 2018 Zum 13. Minneturnier "Die Traurigkei der Troubadoure" waren Sängerinnen und Sänger spanischer, französischer, italienischer und deutscher Herkunft geladen, die in der Lage sind, diese Musik und diese Sprache in authentischer Form wiedergeben. Die Interpreten waren: Domitille Vigneron, Iván López, Noemi La Terra, Thierry Cornillon und Wilfried Staufenbiel. Der vielfach preisgekrönte deutsche Minnesang-Interpret Knud Seckel war als Vermittler und Dolmetscher mit dabei. Der Hauptpreis ging an Domitille Vignero fon "Flor Enversa", sie ist leidenschaftliche Sängerin der okzitanischen Sprache, wobei sie sich auf der Fidel begleitet. Der Publikumspreis ging an Iván López. Er kommt eigentlich aus der Rockmusik ("The X"), zur mittelalterlichen Musik kam der Sänger mit der ungewöhnlich hohen Stimme im spanischen Ausnahme-Ensemble "Evo", das maßgeblich durch die Trobador-Liedbearbeitungen der 2008 verstorbenen spanischen Sängerin Maria Lafitte beeinflusst wurde. 2019 Beim 14. Falkensteiner Minneturnier ging es um die Auseinandersetzung mittelalterlicher Sänger mit ihrer Umwelt und ihrer Gesellschaft. Berühmt ist das Bild von Walther von der Vogelweide, der auf einem Stein sitzt und mit Grausen über die Gewalt und Bosheit in seiner Zeit nachdenkt. Sein Lied "Ich sâz ûf eime steine" gab der Veranstaltung das Motto, es wurde auch von allen Interpreten gemeinsam angestimmt werden. Solche Weltklagen gehörten ebenso zum Repertoire der Sänger wie knallharte Satire, drastische Alltagsschilderungen und moralische Ermahnungen der Mitmenschen. Im Wettbewerb traten fünf Sängerinnen und Sänger gegeneinander an. Es waren Ursel Peters (Berlin), Dagmar Jahn (Hofgeismarl), Holger Schäfer (Göttingen), Thomas Schallaböck (Salzburg) und Reinhold Schmidt (Kassel). Siegerin wurde Ursel Peters, die mit einem Lied von Wizlaw von Rügen und einem Klassiker von Walther von der Vogelweide begeisterte. Der Publikumspreis ging an Holger Schäfer. 2022 Am 16.7.22 fand nach zweijähriger corona-bedingter Pause auf Burg Falkenstein das 15. Minneturnier statt, Thema: „Die Rückkehr der Minnesänger – Das Turnier der Sieger“. Da es sich bereits um das 15. Turnier handelt, traten zum Jubiläum nur Gewinner der bisherigen Turniere auf: Da zwei Akteure kurz vor dem Turnier erkrankten, änderte sich die Besetzung kurzfristig. Es sangen Korydwenn (Wolfhagen), Olaf Casalich (Hamburg), Knud Seckel (Alsbach), Thomas Schallaböck (Salzburg) und Jochen Faulhammer (Kassel). Ehrengast war die Siegerin des letzten Turniers Ursel Peters (Berlin). Den Rahmen stellte wieder das Musiktheater Dingo mit seinen Spielleuten, Chor, mit Henker Stempfel, Meister Frauenlob und den Harzhexen. Doppelsieger wurde Knud Seckel mit einer geschickten Mischung aus einem zarten Minnelied mit Harfenklang und einem mitreißenden Tutti-Stück. Auch das Rahmenprogramm war gut gewählt: Zunächst begeisterte Thomas Schallaböck mit einem liebevollen Rückblick auf 15 Jahre Minneturnier. Am Sonntag erinnerten Ursel Peters, Detlef Gardemin und Lothar Jahn an den 2017 verstorbenen Minnesang-Interpreten Hans Hegner, der immer wieder in Falkenstein zu hören war und dabei drei Preise errang. Gefördert wurde die Veranstaltung 2022 vom Bundesmusikverband Chor und Orchester im Rahmen seines Programmes "Impuls". 2023 Das 16. Falkensteiner Minneturnier endete erneut mit einem Doppelsieg: Der Hauptpreis und der Publikumspreis gingen an Christine Zienc-Tomczak und ihre dramatisch ausgefeilte Darstellung der Kriemhild aus der Nibelungensage. Wie die Frau, die eigentlich nicht lieben wollte, dann doch dem starken Siegfried verfällt, der von ihrem Bruder Gunther immer wieder ausgenutzt wird, das brachte sie erstaunlich plastisch mit Gesang und Rezitation zum Ausdruck. Die schamlose höfische Intrige, bei der ihr Vertrauter Hagen zu Siegfrieds Mörder wird, was schließlich Kriemhild in einen gnadenlosen Rachefeldzug treibt, wird von der Akteurin aus Hannover nur angedeutet. Da das Publikum aber weiß, wie es weitergeht, wird dieser Kunstgriff umso beklemmender.Korydwenn führte in die Sagenwelt um König Artus und die beiden großen Liebenden Tristan und Isolde ein. Michael Eberle aus Hamburg bot dagegen einen biblischen Stoff dar: die Evangelienharmonie des Otfried von Weißenburg wurde gekonnt und in großer Ausführlichkeit in Althochdeutsch vorgestellt: von der Bergpredigt bis zur Auferstehung des Lazarus. Kurz und knapp und mit ironischen Brechungen führte dagegen Robert Schuchardt in die Welt des Sängerkrieges ein. In der Auszählpause zeigte der Doppelsieger des Vorjahres, Knud Seckel, dann sein Können: Er führte auf höchst unterhaltsame Weise unter Ausnutzung des gesamten Burghofes szenisch und musikalisch in die Geschichte des berühmten Parzival ein. 2025 Das 17. Falkensteiner Minneturnier stand unter dem Motto "Nach der sehnenden Klage will ich singen". Im Programm fanden sich die erstaunlich abwechslungsreichen Lieder des Sängers Wizlaw, der mit dem Fürsten Wizlaw III. von Rügen identisch sein soll,. Der Hauptpreis ging nach Japan: Die Sängerin und Harfenistin Rie Kosaka bewies, dass man sich auch mit ganz anderem kulturellen Hintergrund dem deutschen Minnesang kompetent und einfühlsam nähern kann. Sie trug Wizlaws Huldigung an seinen Lehrer, "Der Ungelarde" genannt, nur zur stilechten Harfenbegleitung vor. Wizlaw lobt darin die sehnsuchtsvollen Weisen seines Stralsunder Vorbilds und wünscht sich, ebenso schöne Melodien schreiben zu können. Ein Kontrast bildete dann eine zupackende Version von "Wol uf ir stolzen helde" mit großem Ensemble inklusive Sackpfeife und Fidel. Das Publikum entschied sich, passend zu Wizlaws Herkunft, für einen Sänger von der Ostseeküste: Sebastian Sack aus Greifswald sang frische und fröhliche Frühlingslieder und griff auch zu Flöte, Portativ und einer herrlich klingenden kleinen Laute. Auch Ursel Peters (Berlin), Frank Wunderlich (Lützelbach) sowie die Sieger vergangener Minneturniere Christine Zienc-Tomczak (Hannover) und Holger Schäfer (Göttingen) widmeten sich den Wizlaw-Melodien mit großer Hingabe. Erwähnt werden muss auch das Schauspiel vom Musiktheater Dingo, das Wizlaws Wirken in den Erinnerungen seiner Gattin Agnes aufscheinen ließ, dargestellt von Dagmar Jahn, die mit ihrem strahlenden Sopran auch einige Wizlaw-Lieder mit ausgefeilter Melismatik zum Klingen brachte. Konzeption und Gesamtleitung aller Veranstaltungen: Dr. Lothar Jahn >> www.lothar-jahn.de >>> DIREKTKONTAKT ZUM KÜNSTLERISCHEN LEITER: Dr. Lothar Jahn, 0178-8156697 >> Website Burg Falkenstein |
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